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Proktologie

Die  Proktologie ist ein gastroenterologisches Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Enddarms und des  Analkanals beschäftigt.

 Herr Dr. Lerche bei der Proktologie

Wesentliche proktologische Erkrankungen

 

Hämorrhoiden sind arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen.

Wenn von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind damit aber meist vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden im Sinne eines Hämorrhoidalleidens gemeint, die Beschwerden verursachen. 

Grad 1: Innere Hämorrhoiden, die die Schleimhautgrenze nicht überschreiten 
Grad 2: Innere Hämorrhoiden, die die Schleimhautgrenze überschreiten 
Grad 3: Äußere Hämorrhoiden, die sich wieder zurückdrängen lassen 
Grad 4: Äußere Hämorrhoiden, die sich nicht wieder zurückdrängen lassen (fixierte Hämorrhoiden)

 

Stadiengerechte Hämorrhoidaltherapie

Stadium Methode Alternative
Grad 1 Ballaststoffe Sklerosierung
Grad 2 Ballaststoffe
Gummibandligatur
Sklerosierung

Hamorrhoiden-Arterien-Ligatur

Radiofrequenztherapie

Kryotherapie
Grad 3 Ballaststoffe
Exzision nach Ferguson/LONGO
Gummibandligatur
Hamorrhoiden-Arterien-Ligatur
Grad 4 Ballaststoffe
Fansler-Arnold/LONGO
 

 

Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Haut- und/oder Schleimhauteinriss des Afters. Sie betrifft am häufigsten die hintere Kommissur des Analkanals („6 Uhr Steinschnittlage“) und verläuft radiär (strahlförmig).

 

 

Die  Perianalthrombose (auch Analthrombose) ist eine schmerzhafte Schwellung im Bereich des Afters, die durch ein Blutgerinnsel in den oberflächlichen Venen verursacht wird. Sie wird häufig mit einer Hämorrhoide verwechselt und wird daher auch als unechte Hämorrhoide bezeichnet.

 

Eine Mariske (Analfalte, -läppchen) ist eine reizlose, schmerzfreie Hautfalte im Bereich des Afters, die in der Regel als Restzustand einer Analthrombose zu sehen ist. Marisken, die keine Beschwerden bereiten, bedürfen keiner Therapie. Größere Marisken können die Analhygiene erschweren und damit evtl. zu Juckreiz oder einem Analekzem führen und werden deshalb in Lokalanästhesie abgetragen. 

 

 

Das Analkarzinom oder auch Analkrebs, ist ein bösartiger Tumor im Analkanal. Er entsteht häufig nach einer Vorschädigung der Analregion durch Fisteln, Fissuren oder auch warzenartige Wucherungen (Kondylome).

Blutauflagerungen zum Stuhl sowie eine schmerzhafte Defäkation verbunden mit vergrößerten Leistenlymphknoten können Frühzeichen eines Analkarzinoms sein. Bei begründetem Verdacht wird dann durch den Arzt eine Tastuntersuchung mit dem Finger und ggf. eine Spiegelung (Endoskopie) des Enddarms (Proktoskopie) vorgenommen.

Die effizienteste Behandlung beim Analkarzinom ist die kombinierte Strahlen-Chemotherapie. Mit der Strahlentherapie werden sowohl das Tumorgebiet, als auch die Lymphknoten in Becken und Leiste bestrahlt. Wie bei den meisten Krebsarten sind die Heilungschancen umso höher, je früher die Krankheit erkannt wird.